Die AS 5000 kam wahrscheinlich 1975 als einer der ersten HiFi-Komponenten von ASC auf den Markt. Sie vereinigte fast ausnahmslos das Beste aus dem Braunschen TG 1000 und den Sprachlabormaschinen von Autenrieth. Hinzu kamen zahlreiche Neuerungen, die eine solide Basis für weitere Modellpflege aber auch fortschrittliche Weiterentwicklungen (AS 6000) bot.
Das Gerät hat im Laufe seiner langen Produktionszeit (1975 bis 1987) viele Modifikationen erfahren. Meines Wissens gibt es alleine von der Netzteilplatine drei unterschiedliche Varianten. Auch andere Bauteile wurden laufend verbessert. Der größte Umbau fand Ende der 1970er Jahre statt, als die kleine 5000er u. a. ein Digizählwerk, Klinken- bzw. Cinchbuchsen und ein Stahlgehäuse bekam und so Ihrer großen, jüngeren Schwester der AS 6000 S noch mehr ähnelte.
Die frühen Versionen der AS 5000 hatten einen Holzbody, den es furniert, aber auch in Schwarz und Weiß gab. Alle Anschlüsse waren in DIN. Die Beschriftung der Plastfrontplatte war anfangs in deutsch später in englisch, die Netzkontrolllampe (kein LED) in Orange oder Grün. (Die grüne Kontroll-LED kam erst später.) Die Typbezeichnung AS 5002 (Halbspur) oder 5004 (Viertelspur) war oberhab des mechanischen Zählwerks auf die Frontplatte gedruckt. Auf Tonkopfträgerplatte stand der Herstellername ASC electronic und nicht die Typbezeichnung so wie bei späteren Versionen. Die Laufwerkslogik wurde per Relaisschaltung realisiert.
Mit der AS 4500 es gab auch noch ein funktionell und preislich verschlanktes Zwillingsmodell.
Allen Maschinen gemeinsam sind der steckkartenähnliche Aufbau der Elektronik, die Tipptasten (früher weiß, später schwarz), das robuste Chassis aus den Sprachlabormaschinen, die elektronische Bandzugregelung, das Bremssystem, Tonmotor, drei Geschwindigkeiten (4,75, 9,5 und 19cm/s) und die Papstwickelmotoren. Ähnlichkeiten zum Braunsche TG 1000 sind klar zu erkennen. Allerdings kann man bei der ASC keine 22er- sondern (maximal) 18er-Spulen benutzen.
Im Prinzip konnte man durch einfachen Tonkopfträgerwechsel aus einer 5004 eine 5002 machen und umgekehrt. Auch ließen sich zusätzliche Köpfe für 2- oder 4-Spurwiedergabe oder Impulssteuerung von externen Geräten nachrüsten. An Zubehör und Sonderbausteinen (siehe unten) gab es einiges - z. B. Fernbedienungen.
ASC kennzeichnete alle typischen AS 5000-Bauteile mit Seriennummern, die mit "1505 ..." begannen. Die 6000er-Bauteil-Kennung lautete "1506 ...". Bei Bauteilversionierungen - etwa bei Platinen - wurden dann Kleinbuchstaben (a, b, c) eingesetzt, wobei "c" das modernere Bauteil bezeichnete.
1975: 1800,- DM
1981: 2000,- DM
1985: 2150,- DM
Bevor ich mir 1981 meine 6002s/38 kaufte, kamen die Revox B77 und diese kleine ASC in die engere Auswahl. Letztlich verhinderten damals die bessere Bandzugregelung, sowie die besseren technischen Werte der 6000er und mein Wunsch nach 26,5er-Spulen einen 5000er-Kauf.
Aus Neugierde habe ich mir inzwischen auch eine ältere 5000er mit Holzfurniergehäuse gegönnt. Optisch war sie in recht ordentlichem Zustand, aber elektronisch und auch mechanisch musste sie hergerichtet werden. Erfreulich schnell spult die Maschine um. Der Klang ist gut, aber - um ehrlich zu sein - eben nicht sehr gut. Trotzdem halte ich sie für eine solide konstruierte Maschine, die nicht ohne Grund 12 Jahre im HiFi-Portfolio von ASC stand. Und außerdem: ohne AS 5000 hätte es auch keine AS 6000 gegeben :-)